Meisterbetrieb J.Behrendt
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Klimatechnik
Die Klimatechnik hat die Aufgabe, in einem Raum die gewünschten Bedingungen bezüglich Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität zu schaffen und zu regeln – und zwar unabhängig von den Bedingungen, die in der Umgebung herrschen. Wir beraten Sie umfassend zu Ihren individuellen Möglichkeiten, die Klimatechnik zu nutzen.

Klimaanlagen

Klimaanlagen sind Anlagen zur Erzeugung und Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Raumklimas, wobei sowohl Temperatur und Feuchte als auch Luftqualität erzeugt und gehalten werden können. Ein für den Menschen optimales Raumklima hat eine Temperatur von ca. 22 °C und ca. 50 % relative Luftfeuchtigkeit. Bei Maschinenräumen werden die notwendigen Umgebungsbedingungen für Anlagen und Maschinen gesichert.

Eine Klimaanlage hat die Aufgabe, mit Hilfe der Zuluft und der Luftführung einen Raum zu konditionieren. Die Einteilung erfolgt nach den geregelten thermodynamischen Funktionen für die Zuluft. Weiterhin werden die Klimaanlagen zusätzlich nach der Lüftungsfunktion gekennzeichnet. Wird Außenluft zugeführt, so handelt es sich um eine Klimaanlage mit Lüftungsfunktion. Wird dagegen nur Umluft gefahren, so ist das eine Klimaanlage ohne Lüftungsfunktion.

Bei zentralen Klimaanlagen werden vorwiegend alle Grundfunktionen räumlich in einer Technikzentrale zusammengefasst. Von dort aus verteilen Kanäle die zentral behandelte Luft in die einzelnen Räume. Hinsichtlich der Behaglichkeit, Energiebedarf der thermodynamischen Funktionen, Wartung, Brandschutz, Hygiene, Platzbedarf und Gebäudedichtheit werden alle Anforderungen erfüllt. Um die Vorteile fehlender Luftverteilnetze, bessere Einzelraumregelung und flexiblere Raumnutzung umsetzen zu können, werden dezentrale Klimaanlagen eingesetzt. Dazu ist pro Raum mindestens eine eigene Klimaanlage vorgesehen.

Eine Klimaanlage kann gegenüber konventionellen Heizungs- und Luftreinigungsanlagen auch kühlen, filtern und entfeuchten. Hierzu verfügt sie über einen Kältekreislauf, wie er ähnlich auch in vielen Kühlschränken vorzufinden ist. Die Filterung erfolgt oft über Filtervliese. Kondensationsflächen mit Wasserabläufen dienen der Lufttrocknung. Grob gesprochen wird die Wärme über den Kältekreislauf abtransportiert und dann auf der anderen Seite abgegeben. Folglich benötigt eine Klimaanlage immer ein Medium, mit dem sie die Wärme transportieren kann. Hierzu wird üblicherweise modernes Kältemittel R410A, R407C, R134, R22 oder R290 und in Fahrzeugen R134a verwendet.

Der Energieverbrauch, den moderne Klimaanlagen zum Kühlen oder Heizen benötigen, konnte stetig gesenkt werden. Da man nur den Wärmetransport über den Kältekreislauf (Kompressor) bezahlen muss, sind heute höherwertige Klimageräte mit einer Leistungszahl von 3,5 bis 4,0 keine Seltenheit. Diese benötigen also bei einem modernen, hochwertigen Klimagerät mit einer Kühlleistung von 4 kW nur eine Antriebsleistung von ca. 1,1 kW.
Bei Wohn- und Autoklimaanlagen hängt der Verbrauch stark von der Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur ab. Bei Klimaanlagen zum Kühlen von Rechenzentren oder Maschinen ist der primäre Verbrauchsfaktor die durch die Geräte erzeugte Wärme, die abgeführt werden muss.

Betonkerntemperierung

Das Prinzip der Betonkerntemperierung (BKT)  beruht auf der Nutzung der Speichermasse von Bauteilen. Die BKT unterstützt das Speicherverhalten der massiven Betonteile durch die von Kühl- bzw. Heizwasser durchströmten Rohre. Ein "unendlicher" Speicher wird realisiert. Unterstrichen durch ihre Wirtschaftlichkeit ist die BKT das aktuelle Trendthema in der Klimatechnik.

Bei der Erbauung von Massivdecken oder gelegentlich auch von Massivwänden, werden Rohrleitungen verlegt. Durch diese Rohre fließt Wasser als Heiz- bzw. Kühlmedium. Die gesamte durchflossene Massivdecke bzw. -wand wird dabei als Übertragungs- und Speichermasse thermisch aktiviert: Zur Ausgleichung komfortbedingter Strahlungsasymmetrien sollen Heizwassertemperaturen im Heizfall nicht über 28°C und im Kühlfall nicht unter 22°C liegen.

Über seine gesamte Fläche gibt oder nimmt das massive Bauteil die Wärme auf oder ab, je nach Heiz- oder Kühlfall. Aufgrund der vergleichsweise großen Übertragungsfläche können die Systemtemperaturdifferenzen niedrig bleiben. Das heißt, das Medium muss im Heizfall nicht so stark erwärmt werden wie beispielsweise das Wasser der Zentralheizung, deren Heizkörper eine wesentlich kleinere Übertragungsfläche bieten. Aufgrund dieser geringeren Vorlauftemperaturen können zum Heizen z.B. Wärmepumpen effizient eingesetzt werden. Zum Kühlen eignen sich Umweltenergien, wie freie Rückkühlung, Sohlplattenkühlung oder Grundwasserkühlung.

Das massive Bauteil nimmt die Wärme vom Medium oder vom Raum auf, speichert sie und gibt sie zeitversetzt an den Raum oder das Medium weiter. Es kommt also zu einer Phasenverschiebung zwischen Energieerzeugung und -abgabe. Die Tagesleistungsspitzen werden dadurch „geglättet“, d.h. diese Lastspitzen werden abgesenkt und teilweise verschoben, hin zu Zeiten, in denen keine Raumnutzung vorliegt. Beispielsweise im Sommer wird die Nachtabkühlung zur Kühlung des Mediums genutzt und dem Bauteil Wärmeenergie entnommen. Tagsüber werden die Räume durch Wärmefluss in die nun abgekühlten Wände gekühlt. Die Kühlung erfolgt somit bedarfsgerecht am Tage, die maximale Tagestemperatur wird gesenkt und diese tritt zu einem späteren Zeitpunkt auf, als ohne Kühlung. Die thermische Bauteilaktivierung ist somit besonders gut für Bürogebäude geeignet.

 
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